Ausstrahlungsdatum: Dienstag, 2. Mai 2017, 21.05 Uhr, SRF 1
Immer mehr Betriebe fordern flexible Arbeitszeiten: Sie wollen die Höchstarbeitszeit ausweiten, Sonntagsarbeit einführen und Ruhezeiten kürzen. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt. «Kassensturz» diskutiert in einer Spezialsendung die Folgen flexibler Arbeitszeit für Arbeitnehmende. Weitere Themen: Einsatz auf Abruf – Profit maximieren auf Kosten der Angestellten. Und: Scheinselbständigkeit – So unfair lagern Betriebe ihr Risiko aus. Ueli Schmezer moderiert die Sendung.
Flexible Arbeitszeiten – Freiheit oder Ausbeutung?
Mehr Freiheit bei der Gestaltung der eigenen Arbeit: Das versprechen bürgerliche Politiker und wollen das Arbeitsgesetz lockern. Arbeiten bis zum Umfallen, Burnouts und noch mehr Stress befürchten die Gewerkschaften als Folge dieses Angriffs auf die Arbeitnehmerrechte. «Kassensturz» zeigt, wer von flexiblen Arbeitszeiten profitiert – und wer dabei verliert.
Einsatz auf Abruf – Profit maximieren auf Kosten der Angestellten
Die Kleiderkette H&M will ihre Angestellten nur dann arbeiten lassen, wenn viele Kunden im Laden stehen. Teilzeitangestellte sollen nur für ein paar Stunden während den Spitzenzeiten zur Arbeit erscheinen, sich aber zu 100 Prozent zur Verfügung halten. Die Angestellten sprechen im «Kassensturz» von Gewinnmaximierung auf ihre Kosten.
Scheinselbständigkeit – So unfair lagern Betriebe ihr Risiko aus
Immer mehr Unternehmen lagern das Geschäftsrisiko auf Mitarbeitende aus. Der Kurierdienst DHL etwa arbeitet mit angeblich selbständigen Kurieren zusammen. Diese aber sind auf Gedeih und Verderb von DHL abhängig. «Wir sind moderne Sklaven», klagen die Betroffenen im «Kassensturz».




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